Das Projekt

KinderHeimatBox
ist ein partizipatives Kunstprojekt
von Barbara Ambrusch-Rapp
gedeihend seit Oktober 2012
und betrieben als dynamisches work in progress.

Aktuelle Aktionen und Ausstellungen im Kalender.

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KinderHeimatBox Zwischenstadium Jänner 2013

Information zur ersten KinderHeimatBox-Gesamtausstellung
Zwischenstadium August 2015:

Neben regionalen Bezügen zur Begrifflichkeit „Heimat“ legt die Multi-Media-Künstlerin Barbara Ambrusch-Rapp den Fokus auf subjektive Definitionen, ausgehend von individuellen Lebenshintergründen unterschiedlicher Menschen aus ihrem virtuellen und physischen Umfeld. Wo Prägungen aus der Kindheit, ortsunabhängige Zustände oder geheime Sehnsüchte eine emotionale, kulturelle und soziale Dimension von „Heimat“ eröffnen, sind Interessierte auch zur Partizipation an diesem „work in progress“ eingeladen.

Seit Oktober 2012 sammelt Barbara Ambrusch-Rapp ihr anvertraute Gegenstände von Menschen, die über diese Relikte und eigens verfasste Briefe sehr persönliche Zugänge zu ihrem Heimatsbegriff offenlegen. Oft stehen Kindheitserlebnisse im Vordergrund, wenn es darum geht, eine Definition von Heimat für sich zu finden. Von weitervererbten Spielsachen, fleckiger Tischwäsche und alten Musikinstrumenten über Haarbüschel der Oma bis zum wiedergefundenen Brausepulver wurden der Künstlerin unterschiedliche Kleinode und Geschichten zugetragen.

Im Rahmen eines Grundbildungsworkshops der Kärntner Volkshochschulen hat Barbara Ambrusch-Rapp auch mit Menschen gearbeitet, die aus ihrer Heimat nach Europa geflüchtet sind. Gemeinsam mit den Trainerinnen haben sie sich gedanklich auf die Suche nach Orten, Zuständen oder Erlebnissen auf ihren oft dramatischen Lebenswegen begeben, die sie an ihr ganz persönliches Daheim erinnern. Da es unmöglich war, die entsprechenden Relikte im Original zu beschaffen, wurden sie gemeinsam mit der Künstlerin nachgebaut. So erzählen etwa ein Kürbissuppentopf der Großmutter im Kongo, die Trommel des schneidernden Bruders aus Ghana oder das blutverschmierte Messer aus dem tödlichen Kampf der Eltern in Gambia von schönen Geschichten und solchen, die auch anders in prägender Erinnerung bleiben.

Eine Auswahl aus diesem Sammelsurium, luftdicht in Folie „konserviert“, macht Barbara Ambrusch-Rapp erstmals im September 2015 in einer eigens für dieses Projekt konzipierten Ausstellung im Architektur Haus Kärnten im großen Rahmen öffentlich sichtbar. Einzelne Zwischenstationen mit noch im Prozess befindlichen Fragmenten aus diesem Projekt wurden vorab in anderen Präsentationsformen zur Diskussion gestellt.

Aufbauend auf diesen völlig unterschiedlichen Zugängen zur Begrifflichkeit Heimat entstehen Papierarbeiten in Collage-Mischtechnik als Reaktion auf die geführten Gespräche und anvertrauten Gegenstände. Die Mutter mit der muslimischen Gebetskette, eine ganz und gar nicht feministische Raumschiff-Enterprise-Barbie oder die Tischsets von einem der wenigen Orte, an denen jemand nicht gedemütigt und geschlagen worden ist, erfahren hier eine subjektive Neuinterpretation.

Die Videoarbeit „Ameisenscheisse“ mit dreiteiliger Bilderserie thematisiert die immer noch gegenwärtige Gewalt an Kindern, vor allem auch innerhalb der Familien.

Barbara Ambrusch-Rapp APFELKELLER

Ein persönlicher Zugang von Barbara Ambrusch-Rapp findet sich schlussendlich in einem fragmentarisch stilisierten Apfelkeller als Installation mitten im Raum. Wo damals neben dem Nahrungsmittellager für den Winter auch die vergrabenen Relikte des Sterbens ihren Platz fanden, ist eine höchst ambivalente Beziehung zur Heimat bis heute präsent.

nominierung_odr_2016_logoDas integrative KinderHeimatBox-Projekt
Deine/Meine/Eine Heimat – geflohene Menschen erzählen…
wurde im September 2016
als Ort des Respekts nominiert!

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